Supervision & Coaching

Herzlich willkommen auf meiner Homepage und vielen Dank für Ihr Interesse an meiner Arbeit als Supervisorin und Coach (DGSv*).

Als Supervisorin & Coach (DGSv*) verstehe ich mich als professionelle Prozessbegleiterin. Meine Arbeitsweise ist geprägt durch eine wohlwollende und wertschätzende Haltung sowie eine lösungs- und zielorientierte Arbeitsweise. Vorrangig richte ich mein Angebot an Personen im Kontext von Pflege I Gesundheit I Soziale Arbeit. Vorrangige Schwerpunkte meiner Arbeit sind *Anforderungen an Führungs- / Leitungspersonen im Wandel von Arbeitswelten, *emotionale & psychische Belastungen sowie *Vereinbarkeit von Beruf & Familie.

In meiner Arbeit schöpfe ich aus bald 20 Jahren Berufserfahrung im Pflegeberuf, am Bett, als Akademikerin, als Leitung, im Qualitätsmanagement und im Personalmanagement.

Meine Angebote an Sie

  • Supervision und Coaching für Einzelpersonen, Gruppen und Teams (für weitere Informationen siehe unten) im Kontext beruflicher Arbeit / Erwerbsarbeit
  • Coaching für Führungskräfte aus dem Gesundheits- und Sozialwesen
  • Prozessbegleitung von Menschen in Veränderung im Kontext von Organisation (Link)
  • Seminare & Trainings zu unterschiedlichen Themen (hier finden Sie meine aktuelle Liste für Inhouse-Seminare, Link)
  • Einzel- oder Gruppenberatung und Prozessbegleitung von Arbeitgeber*innen (privat finanziert) mit den Schwerpunktthemen
    • Wege aus der Erschöpfung, mehr Informationen und Termine hier
    • Vereinbarkeit von Beruf und Familie, mehr Informationen hier, Termine hier

Wo findet die Beratung statt?

  • Als Supervisorin und Coach (DGSv*) bin ich im Auftrag von Arbeitgeber*innen aufsuchend, d.h. vor Ort in Ihrer Organisation in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern für Sie tätig. In diesem Format können Einzel- und Gruppen-/Team-Supervisionen, Trainings & Seminare stattfinden.
  • Im Auftrag von Arbeitnehmer*innen bin ich in meiner Praxis in Berlin-Biesdorf  tätig. Die Beratungen für Privatpersonen werden zu gesonderten Konditionen angeboten. Praxisraum.
  • Supervision und Coaching für Einzelpersonen, Führungs- & Leitungskräfte sowie Gruppen / Teams bis max. 6 Personen können im Auftrag von Arbeitgeber*innen in meiner Praxis in Berlin-Biesdorf realisiert werden.

Was ist Supervision? Was ist Coaching? Wie unterscheiden sich Supervision & Coaching von einander? Wo einen sich Supervision und Coaching?

Was ist Supervision?

Supervision stellt ein “wissenschaftlich fundiertes und praxisorientiertes Konzept für personen- und organisationsbezogene Beratungstätigkeiten in der Arbeitswelt” dar[1].

Supervision dient:

  • Führungskräften, die ihr Handeln mit supervisorischer Begleitung bedenken und planen.
  • Teams oder Gruppen, die ihre Arbeit mit Kund*innen oder Klient*innen reflektieren oder ihre Kommunikation und ihre Arbeitsbeziehungen entwickeln, um die Erfüllung ihrer Aufgaben zu verbessern.
  • Interdisziplinären Gruppen, die anspruchsvolle Aufgabenstellungen im Hinblick auf ihre kommunikativen und organisatorischen Anforderungen erörtern.
  • Fach- und Führungskräften, die ihren Berufsweg reflektieren, ihren Berufseinstieg oder ihre Neuorientierung planen.
  • Organisationen und Unternehmen, die ihren Entwicklungsprozess begleiten lassen.1

[1] Deutsche Gesellschaft für Supervision e.V. (DGSv) 2012: Grundlagenbroschüre „Supervision – Ein Beitrag zur Qualifizierung beruflicher Arbeit“

Was ist Coaching?

Die Unterscheidung von Coaching und Supervision ist fließend. Einige Supervisor*innen und Coaches machen keinen Unterschied, andere sagen, Supervision richtet sich an Menschen in helfenden und sozialen Berufen, Coaching an Menschen in Wirtschaftsunternehmen. Im Wandel der Arbeitswelten sind jedoch auch Sozialunternehmen heute Wirtschaftsunternehmen.

Meine diesbezügliche Haltung orientiert sich an den Ausführungen von Nando Belardi, der schreibt: „Coaching stellt eine […] berufsbezogene Beratung und Reflexion für Leitungskräfte […]  und Spezialisten in „einsamen Rollen“ (Ärzte, Architekten, Juristen (…) dar“ (Belardi 2018). Ergänzend die Definition von Rauen: „Inhalt von Coaching ist arbeitsbezogenes Finden von konkreten anlassbezogenen (pragmatischen) Lösungen.“ (Quelle) Der Begriff Coaching kommt eigentlich aus dem Sport (Coach / Trainer). Daraus leitet sich neben der Prozessbegleitung, die beiden Formaten, Supervision und Coaching gleich sind, die starke Fokussierung auf die Erreichung von Zielen ab.

Wo einen sich Supervision und Coaching?

Supervision und Coaching stellen professionelle, wissenschaftlich evaluierte Beratungsformate zur Prozessbegleitung dar, die auf die Erreichung von Zielen ausgerichtet sind. Die Beratungshaltung ist lösungsorientiert, ausgerichtet auf die Erreichung von Zielen und begleitet einen Prozess.

Welchen Nutzen hat Supervision in der Krankenpflege und in der Altenhilfe?

Grundsätzlich leisten Supervision und Coaching einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung von Kommunikation und Beziehungsgestaltung am Arbeitsplatz. Außerdem haben sie einen starken Einfluss auf das psychische Belastungserleben von Menschen im Kontext von Arbeit. (über Supervision und Coaching in Anlehnung an Prof. Dr. N. Belardi)

Studienlage zum Nutzen von Supervision in der Krankenpflege*

  • Supervision kann deutlich zur Verbesserung der Kommunikation und des Arbeitsklimas beitragen und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Beseitigung von Konfliktursachen innerhalb von Teams.
  • Supervision kann helfen, Arbeitsorganisation und Arbeitszufriedenheit zu verbessern, trägt positiv zur Klärung der Position von Leitungen und deren Aufgaben im Team bei und verbessert die Kooperation und das Arbeitsklima zwischen den Berufsgruppen im Krankenhaus.
  • Regelmäßige Supervision trägt zu einem verbesserten Umgang mit Belastungssituationen bei, hilft bei der Überwindung sowie bei der Vermeidung psychischer (Fehl-) Belastungen und leistet einen wichtigen Beitrag, mit beruflich schwierigen Situationen umzugehen (statt Flucht oder Aggressionen). Bei regelmäßiger Inanspruchnahme verbessert sich dadurch nachweislich die Beurteilung der Arbeitssituation. Supervision stellt einen wirksamen Bestandteil Betrieblicher Gesundheitsförderung dar.
  • Supervision verbessert die Fähigkeit zur Kontakt- und Beziehungsaufnahme und unterstützt die Umsetzung veränderter Selbstkonzepte und Stressverarbeitung.
  • Nachweislich trägt Supervision zu einer verbesserten Problemlösungskompetenz bei und wird als besonders hilfreich bewertet für die Bearbeitung von Schwierigkeiten in Pflegeteams und im Umgang mit Patient*innen.

Studienlage zum Nutzen von Supervision in der Altenhilfe*

  • Supervision trägt nachweislich zur Verbesserung der Zusammenarbeit und der Unterstützung im Team bei. Auftauchende Probleme können mittels Supervision deutlich besser bearbeitet werden.
  • Supervision trägt zur Reduzierung des psychischen Belastungserlebens bei, indem Belastungsmomente / -erleben deutlich häufiger ins Team eingebracht und dort bearbeitet werden können.
  • Supervision erhöht nachweislich die Konfliktlösungskompetenz und trägt zur Entlastung bei. Nachweislich nimmt die Zahl der Überforderungssituationen durch Supervision deutlich ab.
  • Supervision hilft bei der Bewältigung von Problemen und fördert die Fähigkeit zur professionellen Distanz.
  • Durch die Supervision erweitert sich nachweislich das Bewusstsein von Pflegenden (Verstehen von Hintergründen, weniger Beurteilen und Bewerten) und das Verständnis für die Belange pflegender Angehöriger.

*Quelle: DGSv (Hrsg.) 2008: Der Nutzen von Supervision – Verzeichnis von Evaluationen und wissenschaftlichen Arbeiten, Kassel, Online: http://www.upress.uni-kassel.de/katalog/abstract.php?978-3-89958-602-6

auch interessant: Aktuelle Studie belegt, dass sich Pflegende Supervision wünschen, Link:
https://www.pflegen-online.de/was-pflegekraefte-wirklich-wollen-supervision

Mögliche Anlässe für Supervision und Coaching

  • neue Anforderungen von außen, die bspw. einen Kurswechsel erforderlich machen
  • die Erreichung von Unternehmenszielen
  • Führungswechsel 
  • gestiegene Personalfluktuation
  • steigender / hoher Krankenstand
  • Konflikte in Teams / Gruppen oder zwischen unterschiedlichen Berufsgruppen
  • steigende psychische Belastung in der Zusammenarbeit mit Patient*innen, Kund*innen und / oder Angehörigen
  • steigende psychische Belastung aufgrund herausfordernder Tätigkeiten, Multitasking, Bürokratisierung, Dienstplanung, Schichtarbeit und viele andere mehr
  • Sterbebegleitung, Palliative Care, Abschied, Trauer
  • und andere…

Wo sind die Grenzen von Supervision & Coaching?

Supervision & Coaching zielen im Kontext von Personen im Arbeitsfeld auf eine Verbesserung der Handlungsfähigkeit ab. Realisiert wird dies durch Reflexion von Kontext und Handeln von Personen. Supervision und Coaching sind darauf ausgerichtet, Ziele zu erreichen. Daher sind sie begrenzt auf einen bestimmten Zeitpunkt, der zu Beginn einer jeden Beratung im Zuge der Auftragsklärung festgelegt wird. Supervisor*innen und Coaches sind hier Expert*innen für den Prozess. Auf der Ebene von Kommunikation und Beziehung unterstützen sie die Reflexion von Arbeit und eröffnen so die Möglichkeit für eigene Lösungen und die Erreichung von Zielen. Supervision & Coaching sind keine Therapieformate, wenngleich sie sich methodisch anlehnen an verschiedentliche Beratungs- und auch Therapieformen. Supervision und Coaching sind auch keine Mediation (Konfliktberatung), wenngleich sie methodisch und im Kontext von Arbeit und Person das Sichtbarmachen und die Bearbeitung von Konflikten ermöglichen. Weiterhin stellen Supervision und Coaching keine Fachberatung dar und verzichten auf gute Ratschläge und Tipps, wenngleich für die Durchführung von Supervision und Coaching Kontextwissen (Feldkompetenz) hilfreich ist. Ob Feldkompetenz erforderlich ist, darüber herrschen verschiedentliche Fachexpertisen, die jede für sich ihre Berechtigung und ihre guten Argumente haben. Meine diesbezügliche Haltung ist, dass Feldkompetenz sehr hilfreich ist für die Arbeit, auf der Ebene von Kommunikation und Beziehung jedoch nicht zwingend erforderlich.

Beratungskompetenz und Beratungshaltung

  • Prozessberatung, die sich verschiedentlicher Schulen bedient
    • Systemische Fragen und Methoden zum Kontext
    • Visualisierungen
    • Arbeit mit inneren Bildern
    • Gruppendynamik
    • Mediation & Konfliktmanagement
  • Beratungshaltung des „Nicht-Wissens“
  • Feldkompetenz in sozialen und helfenden Berufen sowie mehrjährige Berufserfahrung in Führung und Leitung
  • Fokussierung auf die Reflexion von Kommunikation und Beziehung
  • Freundliche, interessierte und zugewandte Haltung
  • Orientierung an Werten wie (innerer Kompass)
    • Aufrichtigkeit und Integrität
    • Verantwortung für die eigene Leistung
    • Flexibilität hinsichtlich neuer Anforderungen und Wandel moderner Arbeits- und Lebenswelten sowie Fähigkeit, Wandel zu initiieren und zu steuern
    • hohe Lernbereitschaft
    • Eigeninitiative und Optimismus
    • Fähigkeit zur Erfassung von Entwicklungsbedürfnissen Anderer und Förderung derer Fähigkeiten

Querschnittsthemen der Beratung

Veränderungsprozesse in modernen Arbeitswelten und Arbeit / Führung 4.0

Gesundheit als Führungsaufgabe oder Einfluss von Führung auf die Gesundheit von Mitarbeiter*innen

  • Partizipative Führung und Befähigung von Mitarbeiter*innen
  • Burn-out I Bore-out
  • Innere Kündigung
  • Umgang mit psychische Belastungen
  • Gesundheitsförderliche Führung
  • Soziale Unterstützung und Teamarbeit integrieren

Umgang mit psychischen Belastungen und Stress

  • Psychische Belastungen Pflegender und Führungskräfte durch Schichtarbeit, Arbeitsverdichtung, Multitasking, Bürokratisierung / Entbürokratisierung u.v.a.m.
  • Einfluss von Führungsverhalten auf die psychische Gesundheit von Pflegenden
  • Eigene / personenbezogene Gesunderhaltung

Vereinbarkeit von Beruf und Familie – mein Arbeitsschwerpunkt JoKi-Coaching richtet sich an Arbeitgeber*innen und Arbeitnehmer*innen, weiterlesen 

Palliative Versorgungsstrukturen und Begleitung am Lebensende

  • in Altenpflegeeinrichtungen & im Krankenhaus
  • im Kontext von Person und professioneller Pflege

Qualifizierungen und praktische Berufstätigkeit auf einen Blick

  • Bald 20 Jahre Berufserfahrung als Angestellte, davon 10 Jahre in verschiedenen Leitungs- und Führungspositionen (Linienführung, Stabsführung)
  • Selbständige Supervisorin und Coach (DGSv*) in eigener Praxis
  • Absolvierung einer insgesamt 4-jährigen DGSv-zertifizierten Supervisions- und Coachingweiterbildung, aktuell im 3. Jahr (DGSv: Deutsche Gesellschaft für Supervision & Coaching; Berufsverband für Supervisor*innen und Coaches)
  • Akademische Laufbahn Bachelor- und Masterstudium Gesundheit, Pflege, Management und Qualitätsmanagement
  • Berufsausbildung zur Exam. Gesundheits- und Krankenpflegerin
  • Trainerin für Demographie und Gender / freiberufliche Trainerin im Projekt „AGAP: Alternsgerechtes und gendersensibles Arbeiten in der Pflege“, Link
  • freiberuflich als Trainerin im Projekt „Karriere in der Pflege“, Link
  • Regelmäßige Fort- und Weiterbildung zu fachlichen Themen, Führungsarbeit, Mediation & Konfliktberatung, psychosoziale Beratung
  • Mitglied im mitgliederstärksten deutschen Berufsverband für Supervisor*innen und Coaches (DGSv)
  • Berufstätige Mutter von 2 Kindern

Wissenswertes

XING Profil

Vortrag beim 1. Führungskräftekongress der Renafan Akademie „Gesundheit als Führungsaufgabe“, Link

Veröffentlichungen

Misch, F. 2013: Coaching in der Altenpflege: Kann gesundheitsförderliches Führungsverhalten mittels Coaching gelingen?, erschienen in: OSC (Organisationsberatung Supervision Coaching). Download: OSC_Gesundheitsförderliche Führung mittels Coaching

Kostrzewa, S. / Misch, F.: Palliative Care – Sterbebegleitung muss zentrales Thema der Altenpflegeausbildung sein, Die Schwester – Der Pfleger 04/2009

Kontakt

Franziska Misch, M.Sc. I Supervisorin und Coach (DGSv*) 

Impressum

https://www.dgsv.de/logo-resize/imgs.php?src=dgsv_logo_q_r_002.png&w=300&h=1000